Monate: März 2019

Was bedeutet Persönlichkeitsentwicklung?

Persönlichkeit könnte man mit einem Theater vergleichen: Es gibt Teile, die sind öffentlich, die sieht man, die sind wie die Bühne oder das Foyer: Da ist man die Führungskraft, Ehepartner, Mutter oder Vater, Freund oder Freundin. Auf der öffentlichen Bühne zeigen wir auch gern, war wir an uns mögen, worauf wir vielleicht stolz sind: Eigenschaften wie Toleranz, Humor, Zuverlässigkeit, was auch immer. Was die Persönlichkeit jedoch ebenfalls ausmacht, das sind die nicht-öffentlichen Teile, Teile, die wir am liebsten sogar vor uns selber verstecken möchten: Meist sind das verletzte Kind-Anteile, die einhergehen mit Furcht, Trauer, Wut, Unbeherrschtheit. Weil man diese Teile nicht mag, nichts mit ihnen zu tun haben will, schickt man sie immer wieder weg. Doch sie verschwinden dadurch nicht auf Nimmerwiedersehen, wie man das gern hätte. Denn auch wenn man sie nicht mag, haben sie ihre Daseins-Berechtigung. Sie sind ein wichtiger Hinweis darauf, dass man einen Entwicklungsschritt nachzuholen hat, den man als Kind nicht gehen konnte. Das Verleugnen, das Abspalten dieser Teile ist jedoch die Ursache dafür, dass sie sich nie verändern. Nur wenn …

Persönlichkeitsentwicklung

Das Bewusstmachen von Hintergründen ist nur der erste Schritt hin zu einer echten Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, aber es ist noch nicht die Lösung. Auch wenn man seine Vergangenheit gründlich analysiert und sich darüber im Klaren wird, welche Probleme von welchen Triggern ausgelöst werden, ist das doch noch längst nicht ausreichend, um sich von den Alarmen, die mit den Triggern einhergehen, zu befreien. Damit das passieren kann, muss der innere Kind-Anteil versorgt werden, der steckengeblieben ist in einer für das Kind nicht zu bewältigenden Gefühlslage. Es hat sich damals beholfen mit Verhaltensweisen, die für ein Kind adäquat sind oder die ihm die einzig mögliche Strategie war, um mit der Situation umzugehen. Als Erwachsener solche Verhaltensmuster immer noch zu zeigen, führt jedoch zu neuen Problemen, weshalb es nötig ist, das „innere Kind“ zu beruhigen. Erst dann kann es zu einer „Nachreifung“ kommen. Wenn das bedürftige innere Kind endlich erhält, was es braucht, kann es wachsen. Das kann zu sehr schnellen und verblüffenden Ergebnissen führen, wie das folgende Beispiel zeigt.