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Drei Ziele

Drei Ziele und das Ding mit der Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit ist ein unhandlicher Begriff – aber eine wichtige Sache, denn es bedeutet, dass man sich selbst für fähig hält, etwas zu bewirken. Wer nicht an seine Selbstwirksamkeit glaubt, der hat auch keinen inneren Antrieb, etwa an den eigenen Lebensumständen, dem eigenen Verhalten oder der eigenen Zukunft zu arbeiten: „Es ändert sich ja eh nichts, darauf habe ich sowieso keinen Einfluss, was kann ich schon machen.“ Es stimmt, auf vieles, das großen Einfluss auf das eigene Leben hat, hat man keinen unmittelbaren Einfluss. Aber Menschen machen immer wieder die Erfahrung, dass sie viel mehr erreichen können, als sie vorher glaubten, wenn sie „kleine“ Änderungen vornehmen, die große Wirkungen erzielen. Natürlich können Sie keinen unmittelbaren Einfluss nehmen auf die Welt- oder auch nur die Berliner Politik, auf die Entscheidungen Ihres Konzernchefs oder auf die Fahrpläne der Bundesbahn. Aber Ihr Leben besteht doch aus mehr als Trump, Merkel, Zetsche, Kaeser oder Grube. Und auf das, was Ihr tägliches Leben sehr spürbar und viel unmittelbarer ausmacht, darauf haben Sie sehr wohl Einfluss. Weiterlesen

Großhiern hinterherhinkt

Warum das Großhirn hinterher hinkt

Seit vier Jahren arbeitet Maria M. nun schon in der Kundenbetreuung und die Arbeit macht ihr großen Spaß. Sie ist intelligent, charmant und witzig, das kommt ihr auch im Umgang mit schwierigen Kunden zugute. Im allgemeinen hat sie überhaupt kein Problem, auch nicht damit, sich gelegentlich gegen zu hohe Ansprüche durchsetzen zu müssen. Darum ist es ihr umso unbegreiflicher, weshalb sie mit Herrn Schmitt überhaupt nicht klarkommt. Weiterlesen

Handlungsfreiheit

Persönliche Handlungsfreiheit

Politische Freiheit ist uns gegeben (Zum Glück, möchte man heutzutage hinzufügen), Gedankenfreiheit ist uns gewährt, wir brauchen keinen Souverän mehr darum zu bitten, wir sind frei zu heiraten, wen wir wollen, wir können ein Geschäft eröffnen, wenn es uns beliebt, wir können uns entscheiden, tja… und da hakt es manchmal schon.

Wir könnten uns entscheiden, müsste es eigentlich oftmals heißen. Denn die ganz persönliche Entscheidungsfreiheit – die erleben wir manchmal nicht. Nicht weil irgendein Außen uns das verbietet. Das Verbot kommt von innen. Damit ist es mindestens so wirkungsvoll wie ein von außen kommendes Verbot, wenn nicht wirkungsvoller. Weiterlesen

Anders

Unter Andersartigen

Anders wäre einfach, wenn anders einfach anders wäre und nicht so schnell mit negativen Labels beklebt würde: befremdlich, seltsam, komisch, … Können Menschen miteinander sein, ohne Wertungen vorzunehmen? Vielleicht ist eine archaische Eigenschaft des menschlichen Naturells, das schon den Neandertalern ermöglicht hat, zwischen gutem und schlechtem Futter oder freundlichen bzw. gefährlichen Artgenossen zu unterscheiden. Die Wertung und der Vergleich (mehr als, intensiver als, weniger als, so gut wie, …) schleicht sich schnell in eine Darstellung und sagt oft genauso viel über den Beschreibenden wie über den Beschriebenen.
Anders. Weiterlesen

Young woman scuba diver exploring coral reef, Maldives atolls, Indian Ocean. Lot of beautiful colored small fish and soft coral on foreground

Die hochsensible Tauchschule

Wer das Phänomen der Hochsensibilität verstehen will, wird feststellen, dass es nicht so einfach greifbar ist. Kaum will man ihn fassen, den Fisch, flutsch – schon ist er einem wieder entglitten.

Auch wenn mittlerweile viel über die sogenannten Hochsensiblen geschrieben und gesprochen wird, wirken die Beschreibungen oft sehr unterschiedlich, insbesondere für den, der selbst nicht zu dieser Gruppe von Menschen gehört.

Das erklärt sich zum einen daraus, dass die hochsensible Veranlagung nur ein Aspekt der Persönlichkeit ist, der sich durch alles andere hindurchzieht (wie im letzten Blog-Artikel beschrieben: das Kirschwasser in der Schwarzwälder Kirschtorte). Weiterlesen

Schwarzwlder Kirschtorte

Die hochsensible Schwarzwälder Kirschtorte

Wie schneiden Sie eine Torte, in Stücke oder in Scheiben? Genau, erst in Scheiben, sofern Sie der Konditor sind und das Gesamtkunstwerk in allen Schichten gestalten. Danach in Stücke, damit jeder von allem was bekommt. Braunen Kuchen, weiße Sahne und rote Kirschen.

Wechseln wir aus der Konditorei in die Persönlichkeitsforschung. Auch dort ist man eifrig bestrebt, die verschiedenen Ebenen, Schichten, Scheiben voneinander zu trennen, die eine Persönlichkeit ausmachen. Dort nennt man sie Faktoren und sie bestehen nicht aus Mehl und Zucker sondern aus Eigenschaften und Verhaltensvorlieben. Besonders populär, gewissermaßen das Spitzenprodukt der Persönlichkeits-Konditorei, ist das Fünf-Faktoren- Modell „Big Five“ mit den Leckereien Extraversion, Offenheit für neue Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus. Mit dem Grad der Ausprägung dieser Eigenschaften lässt sich ein individueller Charakter bestmöglich beschreiben, sagen diejenigen, die sich in tausenden von Studien damit beschäftigt haben. Jeder Mensch hat demnach sein ganz eigenes Kuchenstück, das sich hinsichtlich der Schichtdicke einzelner Lagen von anderen unterscheidet. Weiterlesen

Alarme

Alarm heißt „Zu den Waffen!“

Wie geht es Ihnen, wenn Sie sich alarmiert fühlen? Wie ist die Lage, wenn sie als „alarmierend“ beschrieben wird? Nicht gut jedenfalls! Ein Alarm geht immer mit unangenehmen Begleitumständen einher. Und wozu wird ein Alarm installiert? Um vor einer Gefahr zu warnen und alle Menschen, die ihn hören, zu einer Handlung zu veranlassen: Entweder kämpfen oder fliehen. Weiterlesen

Willenskraft

Kennen Sie jemanden, der „Willensschwäche“ als erklärtes Ziel hat?

Willensstärke wird wohl von jedem Menschen als durchaus wünschenswerte Eigenschaft  angesehen. Oder kennen Sie jemanden, der für sich lieber mehr Willensschwäche hätte? Willenskraft ist ja auch eine sinnvolle Errungenschaft, denn sie dient im Großen und Ganzen den eigenen Interessen. Wer willensstark ist, erreicht seine Ziele eher als ein Schluffi, der lieber seiner Bequemlichkeit nachgibt. Manche Anstrengung lässt sich nur mit Willensstärke durchhalten. Aber besitzen Sie genug von diesem wunderbaren Elixier? Und wenn Sie gern mehr davon hätten, wie ließe sich das erreichen? Weiterlesen

Schild 90 - Strke

Ob Stärke oder Schwäche – auf die Dosierung kommt es an

Die meisten Menschen kennen sich mehr oder weniger mit sich aus: Dieses uns jenes sind meine Stärken, und das und das sind meine Schwächen. Die Stärken sind gut und die Schwächen sind schlecht. Oder?

Ich halte diese strikte Zweiteilung nicht für hilfreich. Deshalb halte ich auch nichts von dem Ansatz, der fordert, dass man die Stärken stärken und die Schwächen möglichst tilgen sollte. Denn in meinen Augen verbergen sich auch in den Schwächen sehr nützliche Stärken, man muss sie nur finden und anerkennen. Und genauso kann eine Stärke zur Schwäche werden, wenn sie überproportional ins Gewicht fällt. So, wie jedes Heilmittel, wenn man es überdosiert, zu einem Gift werden kann und jedes Gift, in der richtigen Menge und zum richtigen Einsatz gebracht, eine Heilwirkung haben kann, so sind unsere Stärken und Schwächen Teil eines Ganzen – unserer Persönlichkeit – und müssen nur im richtigen Maß angewendet werden. Weiterlesen

Einfacher als Sie denken

Es geht leichter als Sie denken!

Gründe dafür, sich selbst verändern zu wollen, gibt es reichlich. Sie alle haben damit zu tun, dass man sich das Leben, die Gestaltung seiner Beziehungen oder die Bewältigung bestimmter Situationen leichter machen will. Dafür ist man bereit, an sich selbst zu arbeiten. Aber: „Arbeit an sich selbst“ – das klingt schon nach Anstrengung, nach Mühsal, Blut, Schweiß und Tränen, nach harter Arbeit halt. Es klingt nicht nach Lebensfreude, Leichtigkeit und Aufatmen. Schade eigentlich, denn genau das sollte ja dabei herauskommen. Weiterlesen